Holzkran am Alten Hafen

Der Tretkran am Alten Hafen diente einst zum Be- und Entladen von Handelsschiffen. Heute informiert eine Ausstellung im Kran über die Geschichte des Hafens.

Die ersten mechanischen Hilfseinrichtungen zum Laden und Löschen (also dem Entladen) der Schiffe im Stadthafen von Stade waren zwei Wippbalken. Sie sollen an der Uferkante am Wasser West gestanden haben und dienten zum Heben und Senken der Ladung. Anfang des 14. Jahrhunderts standen dann die ersten hölzernen Kräne im Stader Hafen, um das Laden und Löschen zu erleichtern und zu beschleunigen. Auch sie wurden allerdings beim großen Stadtbrand von 1659 zerstört.

Zwei Jahr später baute man einen neuen Hafenkran, dessen Winde von zwei Arbeitern mittels riesiger Treträder im feststehenden Inneren des Krans angetrieben wurde. Nur der Ausleger des Krans ist drehbar gelagert. 

Weil der Schiffshandel im Hansehafen seltener wurde und die Anwohner den Lärm der Treträder leid waren, wurde der Kran 1898 abgebaut. Der heutige Holzkran am Hafen ist eine Rekonstruktion des alten, ohne dessen Mechanik. Er entstand 1977 in Anlehnung an einen baugleichen Holzkran in Lüneburg. Im Inneren informiert eine Ausstellung des Vereins Alter Hafen e. V. über die Geschichte des Stader Hafens.

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