Das über 170 Jahre alte Opernhaus in Hannover stammt aus der Feder von Georg Ludwig Friedrich Laves und wartet im Innern mit wunderbaren Klängen und feinster Technik auf.

Erste Planungen für ein zeitgemäßes Opernhaus wurden schon in den 1820er und 30er Jahren angestellt. Doch erst nach dem Entschluss das technisch veraltetet Schlosstheater im Leineschloss aufzugeben, beauftragte König Ernst August 1843 den Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves mit dem Entwurf eines neuen Opernhauses.  Es sollte auf dem Windmühlenberg am östlichen Rand der Altstadt entstehen. Der spätklassizistische Bau war ein Hauptwerk des Architekten und Bauingenieur Laves’, der die städtebauliche Entwicklung Hannovers jahrzehntelang prägte. Die 1845 begonnenen  siebenjährigen Bauarbeiten leitete Laves Mitarbeiter, der Architekt Christian Heinrich Tramm, der später selbst etliche Bauten in Hannover gestaltete. Sein Sohn Heinrich Tramm war von 1891 bis 1918 Stadtdirektor. 

Am 1. September 1852 eröffnete das neue Opernhaus mit Goethes „Torquato Tasso“. Der Zuschauerraum bot 1.600 Plätze und verfügte über vier Ränge sowie eine Königsloge. Im Juli 1943 zerstören Brandbomben das Opernhaus. Nach dem Wiederaufbau 1949/50 eröffnete die Staatsoper Hannover am 30. September 1950 mit Richard Strauss’ „Rosenkavalier“ als erstes Theater in Westdeutschland wieder ihren Betrieb.

Allerdings konnte die Akustik des Innenraums nicht überzeugen, so dass der angesehene Architekt Dieter Oesterlen 1984 mit dem Umbau des Zuschauerraums und der Neugestaltung des Foyers beauftragt wird. Seither begeistert die Akustik des Hauses die Fachleute. Auf hohem internationalen Niveau liegt inzwischen auch die Bühnentechnik, die erst 2019 modernisiert wurde. Und auch künstlerisch hat das Haus einiges zu bieten. Aus dem Ensemble der Staatsoper Hannover gingen immer wieder international renommierte Sängerinnen und Sänger hervor.

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