Das Wolfsburger Rathaus wurde erst 1958 eingeweiht. Ein Glockenspiel an der Fassade spielt täglich verschiedene Melodien.

Bis in die fünfziger Jahre hinein waren der Stadtrat und die Stadtverwaltung in Wolfsburg nur provisorisch untergebracht. Zuerst im Amtsgericht Fallersleben, anschließend in der Nordsteimker Straße, wo auch ein Sitzungssaal gebaut wurde, im Schachtweg und in der Kleiststraße.

Doch nun sollte endlich ein Rathaus her, in dem der Stadtrat und die meisten Behörden Platz haben würden. 1954 erhielt der Entwurf des Wolfsburger Architekten Titus Taeschner den Zuschlag. Das neue Rathaus sollte sich optisch deutlich von den Gebäuden des Volkswagenwerks unterscheiden. Daher setzte Taeschner auf Travertin für die Fassade und deckte die Dächer mit Kupfer. 

Künstlerische Elemente des Rathauses sind die bronzene Eingangstür, in die eine Chronik der Stadt gegossen ist und die einen Türgriff in Form eines Wolfes hat, das Stadtplanmotiv in den Fliesen des Fußboden der Bürgerhalle und ganz besonders das von dem Künstler Erich Fritz Reuter gestaltete Glockenspiel mit 24 Bronzeglocken an der Fassade des Bürogebäudes. 1956 fand ein Preisausschreiben statt, durch das passende Volkslieder für das Glockenspiel gefunden werden sollten. Im März 1958 wurde das Rathaus nach zweieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht.

1994 erhielt das Rathaus Richtung Süden einen Erweiterungsbau. Der fünfgeschossige Stahlbetonskelettbau wurde wie das benachbarte Kunstmuseum vom Hamburger Architekturbüro Peter Schweger und Partner geplant und zeitgleich errichtet.

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