Schloss Fallersleben gehört zusammen mit Schloss Wolfsburg und Burg Neuhaus zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Wolfsburgs und ist Sitz des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums.

Franz von Braunschweig-Lüneburg erbaute Schloss Fallersleben auf einer noch älteren Burganlage, die während der Hildesheimer Stiftsfehde zwischen 1518 und 1523 zerstört worden war. Bis 1760 war das Schloss von einem rund zwölf Meter breiten und fünf Meter tiefen Wassergraben umgeben. Heute sind nur noch der Westflügel und das Kavaliershaus erhalten. Der ehemalige Burggraben wird durch eine Brücke von Südwesten auf den Schlossplatz angedeutet.

Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg, der im Raum Gifhorn auch die Reformation eingeführt hatte, starb 1549 mit nur 41 Jahren an einer Infektion am Fuß. Seine Gattin Klara von Lauenburg erhielt das Schloss als Witwensitz und ließ es erst 1551 fertigstellen. Damals gehörten noch zahlreiche Wirtschaftsgebäude, wie das alte Brauhaus, Ställe, Amtsstube und Gefängnis, zum Schloss.

Seit 1991 sitzt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum in dem restaurierten Westflügel des Schlosses, außerdem können Besucher den romantischen Gewölbekeller, Graumalereien aus der Renaissancezeit und barocke Stuckdecken besichtigen. Im benachbarten Kavaliershaus sind die Studienstätte und das Archiv der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft untergebracht. Neben der deutschen Nationalhymne hat der Heinrich Hoffmann von Fallersleben auch hunderte bekannter Kinderlieder geschrieben.

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