Das Schloss Wolfsburg wurde erstmals 1302 urkundlich erwähnt und ursprünglich als Burg gebaut. Es ist der Namensgeber der Stadt Wolfsburg.

Die Brüder Burchard, Günzel, Günther und Werner von Bartensleben begannen um 1300 mit dem Bau einer Wasserburg direkt an der Aller, der Wolfsburg. Der Name Wolfsburg hat seinen Ursprung in dem Wappenbild des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben, auf dem ein Wolf dargestellt ist.

Vermutlich bestand die Burg anfangs nur aus dem Turm im Nordwesten, dem Bergfried, dessen Mauern bis zu drei Metern dick sind, und wurde nach und nach erweitert. Hans von Bartensleben, auch Hans der Reiche genannt, begann 1574 die Wolfsburg zu einem prächtigen Schloss der Weser-Renaissance umzubauen. Er ließ das so genannte Rote Haus abtragen und an der Stelle den heutigen Nordflügel mit dem Eingangstor errichten. Nach seinem Tod vermachte Hans von Bartensleben einen Großteil seines Vermögens einer Stiftung zu Gunsten der Armen. Seine Vettern setzten den Umbau der Wolfsburg zu einem Schloss fort und bauten erst den repräsentativen Ostflügel, anschließend den Südflügel als Ritterhaus und Palas – ein repräsentativer Saalbau. Um 1620 war der Umbau beendet und das Schloss hatte seine heutige Form als Vierflügelanlage mit geschlossenem Innenhof.

Der letzte männliche Vertreter der Bartenslebischen Linie, Schatzrat Gebhard Werner von Bartensleben, starb am 6. Januar 1742 und hinterließ Schloss und Güter seiner Tochter Anna Adelheit Catharina als Alleinerbin. Durch ihre Ehe mit dem preußischen Generalleutnant Adolph Friedrich von der Schulenburg-Beetzendorf gingen der Bartenslebische Besitz und die Wolfsburg 1746/47 an die Adelsfamilie von der Schulenburg über. 1938 verkaufte Günther Graf von der Schulenburg-Wolfsburg einen Großteil der Ländereien an die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) zum Bau des Volkswagenwerks und zog 1942 in das Schloss Neumühle. 

1962 kaufte die Stadt Wolfsburg das Schloss Wolfsburg, ließ es sanieren und nutzt es seither für kulturelle Veranstaltungen. Heute beherbergt das Schloss die städtische Galerie, das Stadtmuseum und den Kunstverein und ist somit ein wichtiger Bestandteil der Wolfsburger Kulturlandschaft. 

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